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Das ist eine Meldung

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Case Reports

Histozytosen, PET/CT & Mimics

Histozytosen, PET/CT & Mimics
Donnerstag, 14. Mai 2026 · 10:45 bis 11:10 Uhr
Diese Veranstaltung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Congress Center Leipzig (CCL) statt. Diese Veranstaltung kann nicht über einen Stream sondern nur vor Ort besucht werden.
14
Mai

Donnerstag, 14. Mai 2026

10:45 bis 11:10 Uhr · Raum: Mehrzweckfläche 1  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
Art
Case Reports
Thema
Muskuloskelettale Radiologie, Nuklearmedizin
Zielgruppe
Andere, Ärzte in Weiterbildung (AiW), Fachärzte, Ingenieure / Naturwiss., MTR, Studenten

Zertifizierungen

Der RÖKO LEIPZIG wird im Rahmen einer Kongresszertifizierung durch die Sächsische LÄK bewertet. Bitte beachten Sie die Hinweise unter A bis Z.

Ablauf

10:45 - 10:48

Vortrag (Case-Report)

Bildgebendes Therapiemanagement in der Geriatrie

Michael Kowar (Bonn)

weitere Autoren

Kai Wilhelm (Bonn) / Andreas H. Jacobs (Bonn)

Einleitung

Die Wahl der geeigneten Therapie in der Geriatrie ist aufgrund von Multimorbidität und Polypharmazie komplex. Hierbei sind neben Anamnese, klinischen, laborchemischen auch die radiologischen Parameter zur Entscheidung der richtigen Therapie essentiell.

Anamnese und Befund

Im ersten Fall erfolgt die Verlegung einer 93-jährigen Patientin nach Sturz mit konservativ versorgter os sacrum Fraktur. Vorausgegangen war wiederholtes postprandiales Erbrechen über Monate, welches zu einer Verschlechterung einer Sarkopenie und Schwäche und letztlich zum Sturz führte.
Die zweite 86-jährige Patientin wurde mit Femurfraktur und Subduralhämatom (SDH) mit Mittellinienverlagerung nach einem Sturz aufgenommen. Eine neurochirurgische Intervention bei SDH war nicht notwendig. Bei der Patientin zeigt sich ein hypodynames Delir, wobei sie nicht kommunizierte und Essen verweigerte, ein fokal-neurologisches Defizit zeigte sich ansonsten nicht.
Im ersten Fall konnte in der Ösophagus-Breischluckuntersuchung ein distaler Ösophagusspasmus diagnostiziert und entsprechend mit endoskopischer Botulinumtoxininstillation behandelt werden. Im zweiten Fall zeigte sich in der craniellen Computertomographie ein Ödem als Ursache für die Mittellinienverlagerung. Unter Kortisontherapie zeigte sich das Ödem regredient, und die Patientin konnte wieder kommunizieren und essen.

Diskussion

In beiden Fällen erfolgte im Vorfeld eine nicht wegweisende multimodale Abklärung der Symptome. Erst durch gezielte radiologische Untersuchungen konnten entsprechende Therapieansätze gefunden werden. Im ersten Fall konnte ein distaler Ösophagusspasmus diagnostiziert werden, und im zweiten Fall zeigte sich ein Hirnödem als Ursache für eine Enzephalopathie.
Im Rahmen einer geeigneten Therapiefindung in der Geriatrie bei älteren, multimorbiden Patienten ist eine zielgerichtete Diagnostik und teilweise umfassende radiologische Diagnostik notwendig, um Nebenwirkungen, Komplikationen und damit ein schlechteres Outcome zu vermeiden.

Quellen

(1) Prasad GL, Pai A, Pt S. Short course of low-dose steroids for management of delayed pericontusional edema after mild traumatic brain injury - A retrospective study. Surg Neurol Int. 2025.
(2) Suominen M, Muurinen S, Routasalo P, Soini H, Suur-Uski I, Peiponen A et al. Malnutrition and associated factors among aged residents in all nursing homes in Helsinki. Eur J Clin Nutr 2005; 59: 578–583

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

10:48 - 10:51

Vortrag (Case-Report)

Seltene intraartikuläre Raumforderung im Knie – ein nodulärer tenosynovialer Riesenzelltumor

Anna Lena Reinking

weitere Autoren

Isabel Molwitz (Hamburg)

Einleitung

Der noduläre tenosynoviale Riesenzelltumor (TGCT) ist mit einer Inzidenz von ca. 11 Fällen pro 1 Mio. Einwohner im Jahr (1) eine seltene, lokal aggressive Neoplasie aus der Synovialis von Gelenken oder Sehnenscheiden (2). Frauen sind etwas häufiger betroffen, typischerweise tritt die Erkrankung im 3. bis 5. Lebensjahrzehnt auf (1). Bei großen Gelenken ist das Knie mit etwa 46 % die häufigste Lokalisation (1). Klinisch dominieren Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkungen. Die vollständige chirurgische Resektion ist Therapie der Wahl. Wir berichten über eine 43-jährige Patientin mit Erstdiagnose eines nodulären TGCT.

Anamnese und Befund

Die Patientin stellte sich mit seit mehreren Wochen bestehenden Schmerzen im rechten Knie ohne erinnerliches Trauma vor. Zwei Tage vor Vorstellung kam es unter Belastung zu einer Exazerbation mit Bewegungseinschränkung. Klinisch imponierten ein Gelenkserguss und eine Flexionsblockade. Das konventionelle Röntgen ergab keinen fassbaren pathologischen Befund. In der MRT zeigte sich eine intraartikuläre, ovaläre Raumforderung ventral des VKB mit randständigem Sklerosesaum, T2w heterogenem sowie T1w hypointensem Signal, vereinbar mit einem nodulären TGCT (Abb. 1). Es erfolgte eine arthroskopische Resektion mit histologischer Bestätigung der Diagnose.

Diskussion

Die MRT gilt als Goldstandard zur Detektion des nodulären TGCT. Typischerweise zeigen sich Hämosiderinablagerungen als signalarme Areale sowie sogenannte Blooming-Artefakte in Gradientenechosequenzen. Diese Veränderungen können beim nodulären Typ jedoch variabel ausgeprägt sein oder, wie in unserem Fall, aufgrund fehlender Gradientenechosequenzen nicht beurteilbar sein, was die bildgebende Diagnosestellung erschwert (3). Die Kenntnis dieser seltenen Differenzialdiagnose ist daher essenziell. Aufgrund der Rezidivneigung sollten MRT-Verlaufskontrollen empfohlen werden. Der Begriff Pigmented villonodular synovitis (PVNS) sollte gemäß der WHO-Nomenklatur 2020 nicht mehr verwendet werden.

Quellen

1. Mastboom MJL, Verspoor FGM, Verschoor AJ, Uittenbogaard D, Nemeth B, Mastboom WJB, Bovée JVMG, Dijkstra PDS, Schreuder HWB, Gelderblom H, Van de Sande MAJ; TGCT study group. Higher incidence rates than previously known in tenosynovial giant cell tumors. Acta Orthop. 2017 Dec;88(6):688-694. doi: 10.1080/17453674.2017.1361126. PMID: 28787222.
2. De Saint Aubain Somerhausen N, van de Rijn M. Tenosynovial giant cell tumour. In: Antonescu CM, Blay JY, Dei Tos AP, editors. WHO Classification of Soft Tissue and Bone Tumours. 5th ed. Lyon: IARC; 2020. p. 133–136.
3. Crim J, Dyroff SL, Stensby JD, Evenski A, Layfield LJ. Limited usefulness of classic MR findings in the diagnosis of tenosynovial giant cell tumor. Skeletal Radiol. 2021 Aug;50(8):1585-1591. doi: 10.1007/s00256-020-03694-4. PMID: 33410963.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

10:51 - 10:54

Vortrag (Case-Report)

Zwei Nicht-Langerhans-Histiozytosen - nur eine verrät sich im Röntgen. Radiologische Abgrenzung der Erdheim-Chester-Erkrankung von der Rosai-Dorfman-Erkrankung.

Hannah Böck (Augsburg)

weitere Autoren

Thomas Grieser (Augsburg)

Einleitung

Die Erdheim-Chester Erkrankung (ECE) und die Rosai-Dorfman-Erkrankung (RDE) sind Nicht-Langerhans-Histiozytosen mit teils überlappender Klinik, aber unterschiedlichen radiologischen Befunden sowie Therapien. Die ECE manifestiert sich v.a. im Retroperitoneum (Pseudo-Fibrose), an den großen Gefäßen und kann einen typischen Knochenbefund vorweisen (1). Die RDE präsentiert sich meist mit einer massiven zervikalen Lymphadenopathie sowie B-Symptomatik (2). Die Gegenüberstellung der folgenden Fälle soll zeigen, welche Bedeutung die radiologischen Muster für die differentialdiagnostische Einordnung haben.

Anamnese und Befund

Es handelt sich jeweils um eine Triple-Kasuistik der ECE und RDE. Bei allen drei Patienten der ECE waren es unterschiedliche Verdachtsdiagnosen aufgrund des Abdomenbefundes (mesenteriale Panniculitis (Abb. 1), IgG4-assoziierte Erkrankung sowie Lymphom). Alle drei Patienten zeigten im Röntgen aber charakteristische Markraumsklerosen der Röhrenknochen (Abb. 2). Erst später erfolgte bei zwei der ECE-Patienten der Nachweis einer BRAF-V600 Mutation. Alle drei Patienten der RDE zeigten eine ausgedehnte Lymphadenopathie (Abb. 3), jedoch unterschiedliche ossäre Manifestationen: Osteolyse des Os cuneiforme mediale, Weichgewebsmanschette am Os sacrum und Markrauminfiltration der Tibia (Abb. 3). Der Status der BRAF-Mutation war bei einem Patienten noch ausstehend, ansonsten unbekannt.

Diskussion

Obwohl die ECE und die RDE gemeinsam den Nicht-Langerhans-Histiozytosen zugeordnet werden, unterscheiden sich diese erheblich in ihrer Manifestation sowie in ihrem radiologischen Erscheinungsbild. Besonders das Vorhandensein oder das Fehlen einer typischen Knochenbeteiligung kann einen wichtigen Hinweis zur differentialdiagnostischen Abgrenzung liefern. Im Vergleich zu den charakteristischen symmetrischen Markraumsklerosen der langen Röhrenknochen bei der ECE fehlt bei der RDE ein charakteristisches bzw. einheitliches ossäres Befallsmuster – die RDE verrät sich radiologisch damit nicht am Knochen.

Quellen

1. Pegoraro F, Papo M, Maniscalco V, et al. Erdheim-Chester disease: a rapidly evolving disease model. Leukemia. 2020;34(11):2840-2857. doi:10.1038/s41375-020-0944-4.
2. Younes IE, Sokol L, Zhang L. Rosai-Dorfman disease between proliferation and neoplasia. Cancers (Basel). 2022;14(21):5271. doi:10.3390/cancers14215271.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

10:54 - 10:57

Vortrag (Case-Report)

Ausbreitungsdiagnostik und Therapie-Monitoring einer multifokalen Erdheim-Chester-Erkrankung mittels Ganzkörper FDG-PET

Laura Hohlrieder

weitere Autoren

Philipp Schindler (Münster)

Einleitung

Die Erdheim-Chester-Erkrankung (ECD) ist eine seltene, nicht-Langerhans-Zell-Histiozytose mit oft multisystemischer Manifestation (1). Typische Befallsmuster betreffen das Skelett, das retroperitoneale Fett, Herz, Lunge und ZNS (1, 2). Die Kombination mit einer akuten myeloischen Leukämie (AML) ist außerordentlich selten und diagnostisch anspruchsvoll. Der hier vorgestellte Fall ist besonders, da im Rahmen der AML-Diagnostik mittels Ganzkörper-FDG-PET/CT und der Verlaufskontrolle durch PET/MRT Morphologie und Stoffwechselaktivität der multifokalen ECD-Manifestationen simultan und longitudinal beurteilt werden konnten – ein Beispiel für den besonderen Wert hybrider Ganzkörperbildgebung bei komplexen Systemerkrankungen.

Anamnese und Befund

Ein 69-jähriger Patient mit neu diagnostizierter AML und Verdacht auf ECD bei unklarer retroperitonealer Fibrose erhielt zur Ausbreitungsdiagnostik ein Ganzkörper-FDG-PET/CT. Es zeigte sich eine multifokale FDG-Avidität im linken Sinus maxillaris, pleuropulmonal, retroperitoneal sowie entlang großer Gefäße, typisch für eine ECD (2). Extramedulläre AML-Infiltrate waren aufgrund des charakteristischen Befallsmusters unwahrscheinlich. Unter systemischer Therapie erfolgte nach drei Monaten eine Verlaufskontrolle mittels FDG-PET/MRT. Diese zeigte eine deutliche metabolische und morphologische Remission aller Läsionen, entsprechend einem guten Therapieansprechen der ECD.

Diskussion

Die Koexistenz von ECD und AML stellt eine diagnostische Herausforderung dar. Hybridverfahren wie FDG-PET/CT und PET/MRT ermöglichen eine simultane Beurteilung von Morphologie und Metabolismus und damit eine präzise Aktivitätsabschätzung. Der vorliegende Verlauf demonstriert den hohen Stellenwert der funktionellen Ganzkörperbildgebung für Diagnose, Therapieüberwachung und Prognoseeinschätzung bei ECD – insbesondere in Kombination mit hämatologischen Neoplasien. Die dokumentierte metabolische Remission belegt den Nutzen der PET/MRT für die sensitive Detektion von Krankheitsaktivität.

Quellen

1. McKinney RA, Wang G. Langerhans Cell Histiocytosis and Other Histiocytic Lesions. Head and Neck Pathology. 2025; 19:26. DOI: 10.1007/s12105-025-01766-2.
2. Young JR, Johnson GB, Murphy RC, Go RS, Broski SM. 18F-FDG PET/CT in Erdheim-Chester Disease: Imaging Findings and Potential BRAF Mutation Biomarker. J Nucl Med. 2018 May;59(5):774-779. doi: 10.2967/jnumed.117.200741. Epub 2017 Nov 2. PMID: 29097410.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

10:57 - 11:00

Vortrag (Case-Report)

Die berühmte "Eiserne Hand" des Götz von Berlichingen (1525), erstmalige computertomographische Untersuchung zur umfänglichen Defekt- und Funktionsanalyse mit modernen Visualisierungsverfahren (3D-Holographie)

Roman Sokiranski (Unterhaching)

weitere Autoren

Allyn Eidsness (Mannheim) / Kilian Schultes (Heidelberg)

Einleitung

Götz von Berlichingen (1480–1562) wurde durch von Goethes literarischer Bearbeitung seiner Lebensgeschichte mit der legendären „Eiserne Hand“ (1773) zu einer ikonischen Figur der deutschen Kulturgeschichte [1,2]. Die kunstvolle Eisenprothese (Abb. 1) wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach untersucht, zuletzt 1916 durch Prof. Dr. Ferdinand Sauerbruch als Vorlage für seine eigenen Prothesenentwicklung. Vermutlich kam es auch dabei zu Beschädigungen der Fingerglieder der „Eisernen Hand“. Eine erneute Teilzerlegung zur Defektanalyse wurde ausgeschlossen. Eine CT-Untersuchung zur Darstellung der Defekte wurde aufgrund der zu erwartenden Metallartefakte [3] zunächst als nicht zielführend angesehen.

Anamnese und Befund

Trotz der Bedenken wurde eine Untersuchung an einem Dual-Source-CT-Scanner (SOMATOM Force, Siemens) mit verschiedenen Sequenzparametern sowie Dual-Energy durchgeführt. Aus den Rohdaten wurden zahlreiche Datensätze mit diversen Rekonstruktionsparameter (Kernel, Filter, Schichtdicke) und resultierenden Artefakt Muster berechnet (Abb. 2). Aus dem Datensatz mit den geringsten Metallartefakten (Dual Energy, 0.5 mm, Filter Br64 3 B-Sn, 150 kV) wurden multiple Visualisierungen (3D, MPR, VE, AR und VR) angefertigt (Abb. 3) und mit historischen Kupferstichen (1815) verglichen [4] (Abb. 4). Die Defektanalyse ergab das nur der Zeigefinger und der Daumen funktionstüchtig sind. Zusätzlich wurde die Funktion der Prothese in einem Film animiert (Abb. 5). Die Präsentation erfolgte in einer eigens entwickelte Holographie-Bühne im Verlies der Götzenburg (Abb. 6).

Diskussion

Die moderne Computertomographie mit optimierten Scann- und Rekonstruktionsparametern ist in der Lage, auch ohne spezifische Algorithmen [5], innerhalb eines metallischen Körpers Artefakt arme Darstellungen zu erzeugen. Hohe Detailgenauigkeit und eindeutiger Defektdarstellung liefern wertvolle Koservierungsansätze (Abb. 4). Die 3D Rekonstruktionen ermöglicht hochwertige realitätsnahe Visualisierungen insbesondere bei der holographischen Präsentation (Abb. 6). Dies hat ein großes Potenzial interdisziplinäre Schnittstellen zu schaffen. Die Kombination aus historischer Analyse und modernen bildgebenden Verfahren eröffnet eine spannende Perspektive zu Erforschung der komplexen Geschichten unserer Kulturgüter.

Quellen

1. Berlichingen-Rossach von FW. Geschichte des Ritters Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand und seiner Familie. F. A. Brockhaus Leipzig. 1861

2. Goethe JW. Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Monographie HAB Wolfenbüttel. 1773
Deutsches Textarchiv https://www.deutschestextarchiv.de/goethe_goetz_1773

3. Klotz E, Kalender W, Sokiranski R, Felsenberger D. Algorithms for reduction of CT artifacts caused by metallic implants. SPIE Medical Imaging IV: PACS System Design and Evaluation. 1990; (1234): 642-650

4. Mechel Chr. Die eiserne Hand des tapfern deutschen Ritters Götz von Berlichingen. Georg Decker königl. Geb. Ober-Hofbuchdrucker Berlin. 1815
Persistent Link: https://doi.org/10.3931/e-rara-14841

5. Sokiranski R, Felsenberg D, Kalender W. A new algorithm for metal artefact reduction (MAR) in computed tomography; Phantom studies. Computer Assisted Radiology. Proceedings of the International Symposium 1989; 80-85
Herausgeber: Lemke HU, Rhodes ML, Jaffe CC, Felix R, Springer-Verlag

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

11:00 - 11:15

Diskussion

Diskussion

Häufige Fragen

Wie kann ich mich zum RÖKO LEIPZIG anmelden?

Alle Informationen zur Anmeldung für den RÖKO LEIPZIG erhalten Sie unter Anmeldung.

Um einen zügigen Zugang zum Kongress zu erhalten, empfehlen wir allen, die digitale Anmeldung im Vorfeld zu nutzen.

Eine persönliche Anmeldung in Leipzig können Sie ab dem 13.05.2026 vor Ort am Registrierungscounter im Congress Center Leipzig (CCL) vornehmen.

Für teilnahmebegrenzte Kurse (Workshops/MTR-Workshops/MTR-Klinik-Seminare) fallen gesonderte Teilnahmegebühren an. Wir empfehlen, diese frühzeitig mit der Online-Anmeldung zu buchen.

Wie stelle ich mein persönliches Kongressprogramm zusammen?

Um Ihnen die persönliche Kongressplanung im Rahmen des RÖKO LEIPZIG so einfach wie möglich zu machen, haben wir für Sie die Vormerken-Funktion eingeführt, mit deren Hilfe Sie Ihr persönliches Kongressprogramm zusammenstellen und jederzeit online darauf zugreifen können.

Informationen zum Vormerken finden Sie auf der Seite "So gestalten Sie Ihr persönliches Programm für den RÖKO LEIPZIG", Ihr persönliches RÖKO LEIPZIG-Programm finden Sie im Benutzermenü in Listenansicht und als grafische Tagesansicht.

Ich halte einen Vortrag – was muss ich beachten?

Alle wichtigen Informationen rund um Ihren Vortrag beim 107. Deutscher Röntgenkongresses in Leipzig haben wir für Sie demnächst unter "Informationen für Vortragende" zusammengestellt.

Wie erwerbe ich CME-Punkte auf dem RÖKO LEIPZIG?

Der Deutsche Röntgenkongress wird von der Sächsischen Landesärztekammer (LÄK) zertifiziert.

Bitte beachten Sie: Sollten Sie als Fachärztin oder Facharzt Fortbildungspunkte erwerben, erfolgt die Übermittlung der gesammelten CME-Punkte nach dem RÖKO LEIPZIG automatisch an Ihre Ärztekammer. Voraussetzung hierfür ist, dass Ihre EFN im Registrierungssystem hinterlegt ist.

Für die Erfassung ist das Scannen des QR-Codes auf Ihrem Kongressausweis sowie des QR-Codes der besuchten Sitzungen erforderlich. Hierfür benutzen Sie den Scannerfunktion Ihres mobilen Endgerätes.

Weitere Informationen unter Zertifizierung.

Falls keine EFN-Nummer hinterlegt ist, können Sie diese in dem Modul „Mein Account“ im Registrierungssystem ergänzen oder uns per E-Mail an registrierung-roeko@kukm.de mitteilen.

Wie erhalte ich Anwesenheits- bzw. Teilnahmebescheinigungen?

Sie können Ihre Teilnahmebescheinigung mit den ausgewiesenen CME-Punkten ca. drei Wochen nach dem Kongress im Registrierungssystem abrufen. Sobald der Download möglich ist, werden Sie per E-Mail benachrichtigt.

Wie evaluiere ich den RÖKO LEIPZIG?

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