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Das ist eine Meldung

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Case Reports

Pädiatrie: Von Neonatologie bis onkologische Nebenwirkungen

Pädiatrie: Von Neonatologie bis onkologische Nebenwirkungen
Donnerstag, 14. Mai 2026 · 09:45 bis 10:30 Uhr
Diese Veranstaltung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Congress Center Leipzig (CCL) statt. Diese Veranstaltung kann nicht über einen Stream sondern nur vor Ort besucht werden.
14
Mai

Donnerstag, 14. Mai 2026

09:45 bis 10:30 Uhr · Raum: Mehrzweckfläche 1  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
Art
Case Reports
Thema
Pädiatrische Radiologie
Zielgruppe
Andere, Ärzte in Weiterbildung (AiW), Fachärzte, Ingenieure / Naturwiss., MTR, Studenten

Zertifizierungen

Der RÖKO LEIPZIG wird im Rahmen einer Kongresszertifizierung durch die Sächsische LÄK bewertet. Bitte beachten Sie die Hinweise unter A bis Z.

Ablauf

09:45 - 09:48

Vortrag (Case-Report)

CAVE Differentialdiagnostik: Bild eines Nicht-akzidentellen Schädel-Hirn-Traumas ohne initialen Verdacht

Sebastian Kubasch

weitere Autoren

Laura Beck (Münster) / Maik Böhmer (Münster)

Einleitung

Das nicht-akzidentelle Schädel-Hirn-Trauma (NASHT, auch bekannt als "Schütteltrauma") ist eine schwere Form des nicht-akzidentellen Kindesmissbrauchs, das zu Hirnverletzungen, Blutungen und dauerhaften neurologischen Schäden führen kann. (1)

In dem vorliegenden Fall bestand differentialdiagnostisch initial kein Verdacht eines Kindesmissbrauchs.

Anamnese und Befund

Die 5 Wochen und 6 Tage alte Patientin wurde am frühen Morgen mit Verdacht auf Aspiration und beginnender dekompensierter metabolischer Azidose übernommen. Klinisch zeigte sie sich neurologisch auffällig mit schrillem Schreien und einer Hyperexzitabilität, was eine einmalige Gabe von Chloralhydrat erfolgte.

Die Schädelsonographie ergab einen diastolischen Nullfluss, ohne weitere morphologische Auffälligkeiten. Dies bestätigte sich auch in der Kontrollsonographie.

Das MRT zeigte ausgedehnte Subarachnoidal-, Subduralblutungen supra- und infratentoriell sowie intraventrikuläre Blutungen mit beginnenden Sedimentationen in den T2w Sequenzen. Ebenso bestand der Verdacht auf Mikroblutungen und für Brückenvenenthrombosen typische „Tadpole Signs“ in der SWI (2). Die arteriellen Gefäße waren unauffällig bzgl. einer blutungsursächlichen Gefäßpathologie.

In der DWI zeigten sich bihemisphärische kortikal betonte Diffusionsstörungen mit Beteiligung des Marklagers bei Aussparung der Stammganglien und Thalami sowie der infratentoriellen Strukturen. Die Myelinisierung war altersphysiologisch regelrecht.

Bildmorphologisch bestand zudem der Verdacht auf typische retinale Einblutungen im Bulbus oculi.

In der 12h später angefertigten CT bestätigte sich die kortikomedulläre Dedifferenzierung.

Zum aktuellen Zeitpunkt atmet die Patientin selbstständig.

Diskussion

Dieser Fall zeigt eindrücklich, dass eine Kindsmisshandlung ohne initialen Verdacht diagnostiziert werden kann und erkannt werden muss.

Die radiologischen Befunde - zusammen mit der klinischen Präsentation - erfordern ein konsequentes Vorgehen nach den geltenden Kinderschutzleitlinien (3).

Quellen

(1) Reith et al. Nichtakzidentelles Schädel-Hirn-Trauma bei Säuglingen und Kleinkindern, 2021, Der Radiologe

(2) Hahnemann ML, Kinner S, Schweiger B, Bajanowski T, Karger B, Pfeiffer H, Wittschieber D. Imaging of bridging vein thrombosis in infants with abusive head trauma: the "Tadpole Sign". (2015) European Radiology. 25 (2): 299-305. doi:10.1007/s00330-014-3443-z

(3) AWMF S3+ Leitlinie Kindesmisshandlung, -missbrauch, -vernachlässigung unter Einbindung der Jugendhilfe und Pädagogik (2019, aktuell in Überarbeitung)

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

09:48 - 09:51

Vortrag (Case-Report)

Der seltene Fall: Pneumatosis cystoides intestinalis bei Duodenalstenose durch Pankreas anulare

Malin Cubukcu (Aachen)

weitere Autoren

Christiane Kuhl (Aachen) / Sabine Schacht (Aachen)

Einleitung

Die Pneumatosis cystoides intestinalis (PCI) ist eine seltene Erkrankung mit noch weitgehend unklarer Pathogenese, die durch die Ansammlung von luftgefüllten Zysten in der Darmwand gekennzeichnet ist. Wir demonstrieren einen Fall, bei dem die PCI im Rahmen einer Duodenalobstruktion durch ein Pankreas anulare aufgetreten ist.

Anamnese und Befund

Ein 8-jähriges Mädchen wird aufgrund von starken, seit Wochen zunehmenden Bauchschmerzen stationär aufgenommen. Anamnestisch bestehe bereits seit der Geburt rezidivierendes Erbrechen.
Im Abdomen-Röntgen zeigten sich multiple wabenartige Luftansammlungen i.P.a. den Mittelbauch. Zudem Nachweis einer distendierten Dünndarmschlinge mit Luftflüssigkeitsspiegel i.P.a. den rechten Oberbauch, hinweisend auf eine obere Passagestörung.
Zur weiteren Abklärung wurde eine Abdomen-MRT durchgeführt. Hier zeigte sich ein Pankreas anulare mit konsekutiver Duodenalstenose und vorgeschalteter Distension des Duodenums, des Pylorus und des Magens. Zusätzlich fanden sich in nahezu sämtlichen Dünndarmschlingen multiple cystoide Luftansammlungen in der Darmwand, passend zu einer PCI.
Es erfolgte eine lap. Duodenoduodenostomie zur Behebung der Duodenalstenose.
Postoperativ stellte sich die PCI projektionsradiografisch vollständig regredient dar.

Diskussion

Die PCI tritt in 85% der Fälle sekundär in Folge von anderen Erkrankungen auf.
In der Literatur gibt es zwei Haupttheorien bzgl. des Entstehungsmechanismus der PCI. Zum einen die die Theorie der bakteriellen Fehlbesiedlung in der Darmwand und zum anderen die mechanische Theorie, welche in unserem Fallbericht anwendbar ist. Bei dieser wird vermutet, dass Darmgas durch einen Defekt in der Mukosa in Kombination mit erhöhten intraluminalen Druck in das lymphatische System der Darmwand gedrückt wird und durch die Peristaltik weiter nach distal verteilt wird.
Dieser Fall demonstriert, dass mittels MRT in Zusammenschau mit dem Röntgen eine PCI und das Pankreas anulare als ursächliche Erkrankung sicher diagnostiziert werden können.

Quellen

1. Wu LL et al. A systematic analysis of pneumatosis cystoids intestinalis. World J Gastroenterol. 2013 Aug 14
2. Arikanoglu Z et al. Pneumatosis cystoides intestinalis: a single center experience. World J Gastroenterol. 2012 Feb 7

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

09:51 - 09:54

Vortrag (Case-Report)

Dinutuximab-assoziierte Rhombenzephalitis und transverse Myelitis bei Neuroblastom

Laura Kupke (Regensburg)

weitere Autoren

Michael Knott (Regensburg) / Christian Stroszczynski (Regensburg) / Barbara Greiner (Regensburg)

Einleitung

Die Rhombenzephalitis ist eine inflammatorische Erkrankung des Hirnstamms, deren häufigste Ursachen bakterielle oder virale Infektionen sind. Auch die transverse Myelitis kann hierdurch bedingt sein. Eine Assoziation beider Erkrankungen zu Antikörpertherapien ist sehr selten und nur in Einzelfällen in der Literatur vorbeschrieben.

Anamnese und Befund

Wir stellen eine 2-jährige Patientin mit Zustand nach Tumorteilresektion bei Neuroblastom mit ossären Filiae vor. Die Teilresektion folgte einer notfallmäßigen Myelondekompression und zog einen komplexen Verlauf mit postoperativem Verlust der linken Niere nach sich. Aktuell stellte sich die Patientin mit neu aufgetretener Beinschwäche und Harnverhalt nach Therapie mit Dinutuximab (1. Zyklus) vor. Bei klinischem Bild einer transversen Myelitis wurde die Indikation zur Durchführung einer MRT gestellt. Hier fand sich eine langstreckige T2-Signalanhebung des Myelons von Höhe HWK 6 bis BWK 11 (Abb. a). Zudem zeigten sich neu aufgetretene Signalalterationen der Thalami (Abb. b) und des Hirnstamms sowie periventrikulär um den 4. Ventrikel (Abb. c). Nach Abbruch der neu begonnenen Antikörper-Therapie an Tag 9 und sofortiger Gabe von Immunglobulinen und Dexamethason bildeten sich die beschrieben Symptome der Patientin zunehmend zurück, sodass letztlich wieder eine normale Beweglichkeit der unteren Extremität bestand.

Diskussion

Dieser Fall beschreibt eine therapieassoziierte Rhombenzephalitis und transverse Myelitis auf eine Antikörper-Therapie mit Dinutuximab. Die Besonderheit hier ist die zusätzliche Beteiligung der Thalami, die unseres Wissens in der Literatur bisher noch nicht beschrieben wurde. Die Zuordnung der Auffälligkeiten in der MRT und das sofortige Absetzen der Therapie war in diesem Fall ausschlaggebend für die schnelle Befundbesserung der Patientin.

Quellen

(1) Atak F, Aydın GB, Öncel İ, Öz S, Oğuz KK. Rhombencephalitis and longitudinal extensive myelitis associated with dinutuximab use in high-risk neuroblastoma. Turk J Pediatr. 2023;65(3):523-530. doi: 10.24953/turkjped.2022.598. PMID: 37395971.
(2) Ding YY, Panzer J, Maris JM, Castañeda A, Gomez-Chiari M, Mora J. Transverse myelitis as an unexpected complication following treatment with dinutuximab in pediatric patients with high-risk neuroblastoma: A case series. Pediatr Blood Cancer. 2018 Jan;65(1). doi: 10.1002/pbc.26732. Epub 2017 Jul 27. PMID: 28748630.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

09:54 - 09:57

Vortrag (Case-Report)

Management des akuten Nierenversagens bei einem Neugeborenen mit kongenitalem Megaureter

Rami Sebastian El Matine (Detmold)

weitere Autoren

Anna Höink (Detmold) / Matthias Benndorf (Detmold)

Einleitung

Der Megaureter ist definiert als Erweiterung des prävesikalen Harnleiters > 7 mm und zählt mit einer Inzidenz von 3:10 000 Neugeborenen zu den häufigsten Ursachen pränataler Harntraktdilatationen [1]. Man unterscheidet primäre und sekundäre Formen. Letztere sind meist Folge vesikaler oder subvesikaler Pathologien [2]. Während der primäre Megaureter häufig spontan regredient ist, erfordert der sekundäre die Behandlung der Grunderkrankung, um Hydronephrose und Nierenversagen zu verhindern [1]. In komplexen Fällen sollte die Diagnostik um ein MRT ergänzt werden [3].

Anamnese und Befund

Bei einem männlichen Neugeborenen wurde pränatal eine ausgeprägte beidseitige Harntransportstörung mit Megaureter und Harnblasenhypertrophie festgestellt. Postpartal erfolgte die Destruktion einer Urethralklappe. Im Verlauf persistierten dilatierte Ureteren und erweiterte Nierenbeckenkelchsysteme (NBKS). Die Nierenszintigraphie zeigte eine beidseitige Abflussstörung bei erhaltener Funktion. Nach zwei fieberhaften Harnwegsinfekten mit akutem Nierenversagen erfolgte bei klinischer Besserung ein MRT in feed-and-wrap. Die T2w-Sequenzen zeigten dilatierte, elongierte Ureteren mit Hydronephrose III° (Abb. 1).
Abb. 1
Die rotierende MIP zeigte vergrößerte Nieren, dilatierte NBKS und die knickbedingten Engstellen der Ureteren (Abb. 2). In fettgesättigten T1-VIBE- und DWI-Sequenzen fanden sich keine Auffälligkeiten.
Abb. 2
Auf Basis des MRT-Befundes wurde eine doppelläufige Ureterokutanoneostomie beidseits durchgeführt. Postoperativ stabilisierte sich der Zustand rasch und die Miktion war unauffällig. Verlaufskontrollen zeigten regrediente Befunde (Abb. 3).
Abb. 3
Bei stabilem Verlauf ist eine seitengetrennte Ureterozystoneostomie geplant.

Diskussion

Der MRT Befund war entscheidend für die Indikationsstellung und Operationsplanung. Der Fall unterstreicht den hohen Stellenwert der MRT bei komplexen urologischen Fehlbildungen im Neugeborenenalter und die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit für eine optimale Therapie.

Quellen

Legenden:
Abb. 1 T2w-Sequenzen. a Coronare T2w: Darstellung dilatierter, gewundener Ureteren. b Axiale T2w: Darstellung v. a. des linken Ureters mit starker Knickbildung.
Abb. 2 3D-rotierende MIP-Rekonstruktion. a Ausgeprägte Elongation, Erweiterung und Knickbildungen der Ureteren sowie NBKS-Erweiterung beidseits. b Farblich segmentierte 3D-MIP-Rekonstruktion der Harnwege. NBKS gelb.
Abb. 3 Sonographische Verlaufskontrollen. a Präoperativ: NBKS-Erweiterung und Parenchymverschmälerung. b 14 Tage post-OP: Unveränderte Hydronephrose III°. c 4,5 Monate post-OP: deutlich regrediente Hydronephrose, NBKS und Parenchymdicke unauffällig.

Literatur:
1. Lassmann J, Horscht J, Roigas J, et al. Primäre und sekundäre Megaureteren. In: Michel MS, Thüroff JW, Janetschek G, Wirth MP (Hrsg.). Die Urologie. Berlin,
Heidelberg: Springer; 2023. p. 2147–2155. doi:10.1007/978-3-662-63400-4_200
2. Schröder R, Stein R, Wölfle J, et al. Primäre und sekundäre Megaureteren. In: Stein R, Thüroff JW (Hrsg.). Kinderurologie in Klinik und Praxis. Stuttgart: Thieme; 2012. p. VII/27. doi:10.1055/b-0034-46508
3. Hosie S, Ebert AK, Weber LT, et al. Primärer und sekundärer Megaureter. In: Stein R, Weber LT, Younsi N, Zahn K, Stehr M (Hrsg.). Die Kinder- und Jugendurologie. Berlin, Heidelberg: Springer; 2023. p. 189–198. doi:10.1007/978-3-662-63275-8_13

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

09:57 - 10:00

Vortrag (Case-Report)

Osteodestruktive Raumforderung der Mandibula bei einem Kleinkind – extrakranielle noduläre Fasziitis als seltene Differentialdiagnose

Matthias Werner Reen (Aachen)

weitere Autoren

Christiane Kuhl (Aachen) / Sabine Schacht (Aachen)

Einleitung

Die extrakranielle noduläre Fasziitis ist eine seltene, fibroproliferative und häufig selbstlimitierende Weichteilläsion mit bildmorphologischer Ähnlichkeit zu malignen Tumoren, beispielweise zu Sarkomen. Der vorliegende Fall illustriert die differentialdiagnostische Herausforderung einer intraossär und extraossär infiltrierenden extrakraniellen nodulären Fasziitis der Mandibula bei einem Kleinkind.

Anamnese und Befund

Ein 1-jähriges Kind präsentierte sich mit einer seit einigen Wochen größenprogredienten, derben, schmerzlosen Wangenraumforderung rechts. In der initialen Sonografie Nachweis einer echoinhomogenen, gut perfundierten, die rechte Mandibula durchbrechenden Raumforderung. Die zur weiteren Abklärung durchgeführte MRT zeigte eine T2w-hyperintense, T1w-intermediäre osteodestruktive Raumforderung der rechten Mandibula mit hochgradigem Verdacht auf Infiltration der angrenzenden Muskulatur und Weichteile, kräftiger Kontrastmittelaufnahme, jedoch fehlender Diffusionsrestriktion. Histologisch fand sich nach Probenentnahme eine spindelzellige, gering proliferierende Läsion, welche nach immunhistochemischer, molekularbiologischer und referenzpathologischer Begutachtung als extrakranielle noduläre Fasziitis eingeordnet werden konnte.

Eine initial diskutierte Resektion wurde zugunsten eines watch-and-wait-Konzeptes zurückgestellt. In der ersten MRT-Verlaufskontrolle zeigte sich eine geringe spontane Größenregression innerhalb von 3 Monaten bei unverändertem Signalverhalten.

Diskussion

Bildmorphologisch kann eine infiltrativ wachsende extrakranielle noduläre Fasziitis von malignen Raumforderungen, insbesondere von Sarkomen, schwer differenziert werden, weshalb eine histologische Abklärung notwendig ist. Hinweisend kann in der Differentialdiagnostik eine fehlende Diffusionsrestriktion sein. Der Fall unterstreicht die Bedeutung der MRT innerhalb eines watch-and-wait-Konzeptes bei gesicherter Histologie.

Quellen

Urakawa et al. Natural course of patients diagnosed with nodular fasciitis. BMC Musculoskelet Disord. 2025 Jul 1;26(1):581.
10:00 - 10:03

Vortrag (Case-Report)

Unklare Schilddrüsenläsion nach allogener Stammzelltransplantation (SZT) bei akuter lymphatischer Leukämie

Mikosch Augele (Regensburg)

weitere Autoren

Christian Stroszczynski (Regensburg) / Barbara Greiner (Regensburg)

Einleitung

Ektopische Thymusanteile, die sich außerhalb des anatomischen Thymuskompartiments befinden, entstehen aufgrund der komplexen embryonalen Entwicklung des Thymus und sind relativ häufig. Die in der Literatur beschriebenen Prävalenzen variieren stark (1–90 %), bedingt durch Unterschiede in Methodik und histopathologischer Aufarbeitung. Ektopes Thymusgewebe in der Schilddrüse ist in bis zu 6 % der Fälle beschrieben [1].

Anamnese und Befund

Wir berichten über einen dreijährigen Jungen, der im Alter von 15 Monaten an T-ALL erkrankte und 09/23 allogen stammzelltransplantiert wurde. In der sonografischen Nachsorge (Z. n. Radiatio) zeigte sich 09/24 eine neue, 4 mm große, scharf begrenzte, echoarme Läsion mit feinen Hyperechogenitäten im linken Schilddrüsenlappen. Drei Monate später zeigte die Verlaufskontrolle eine gering progrediente Größenzunahme auf 5 mm (Fig. 1a+b). Aufgrund der Anamnese und des sonografischen Verlaufs wurde im pädiatrischen Tumorboard bei Verdacht auf ein Schilddrüsenkarzinom eine Hemithyreoidektomie links beschlossen. Eine Biopsie erschien aufgrund der Größe und Lage zu risikoreich. Nach unauffälligem Schnellschnitt erfolgte die komplikationslose Operation. Der abschließende histologische Befund zeigte intrathyreoidales Thymusgewebe.

Diskussion

Fokale Schilddrüsenläsionen im Kindesalter sind häufiger maligne als beim Erwachsenen, das Schilddrüsenkarzinom gilt zudem als mögliches sekundäres Malignom nach SZT mit Radiatio. Hier bestand der Verdacht auf ein papilläres Karzinom, da die Läsion vor der SZT nicht beschrieben war. Rückblickend ist davon auszugehen, dass sie wegen der Verwendung eines Schallkopfs mit zu geringer Auflösung (< 15 MHz) übersehen wurde. Die Untersuchungen erfolgten durch unterschiedliche Untersucher und Geräte.
Ektopes intrathyreoidales Thymusgewebe ist eine seltene, aber wichtige Differenzialdiagnose des Schilddrüsenkarzinoms mit Mikrokalzifikationen[2,3]. Die Schilddrüsensonografie im Kindesalter sollte stets mit hochfrequenten Schallköpfen erfolgen.

Quellen

1. Marx A, Rüdiger T, Rößner E, Tzankov A, de Montpréville VT, Rieker RR, Ströbel P, Weis CA. Ektopien des Thymus und ektope Thymustumoren [Ectopic thymic tissue and ectopic thymic tumors]. Pathologe. 2018 Sep;39(5):390-397. German. doi: 10.1007/s00292-018-0485-z. PMID: 30159601.
2. Tritou I, Vakaki M, Sfakiotaki R, Kalaitzaki K, Raissaki M. Pediatric thyroid ultrasound: a radiologist's checklist. Pediatr Radiol. 2020 Apr;50(4):563-574. doi: 10.1007/s00247-019-04602-2. Epub 2020 Mar 12. PMID: 32166365.
3. Januś D, Kalicka-Kasperczyk A, Wójcik M, Drabik G, Starzyk JB. Long-term ultrasound follow-up of intrathyroidal ectopic thymus in children. J Endocrinol Invest. 2020 Jun;43(6):841-852. doi: 10.1007/s40618-019-01172-w. Epub 2020 Jan 4. PMID: 31902058.

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

10:03 - 10:06

Vortrag (Case-Report)

Osteomyelitisausschluß nach Sternotomie bei einem Neugeborenen - FDG-PET/CT als Retter in der Not

Benedikt Schemmer

Einleitung

Die sternale Osteomyelitis stellt eine seltene, jedoch potenziell lebensbedrohliche Komplikation nach Sternotomie dar [2]. Bei steigenden Infektparametern unter adäquater Antibiose ist eine rasche und präzise Infektfokussuche essenziell. Falls Kontraindikationen gegen eine MRT vorliegen kann die FDG-PET/CT eine diagnostische Alternative darstellen, wobei altersabhängige Besonderheiten berücksichtigt werden müssen.

Anamnese und Befund

Ein eutrophes Neugeborenes mit komplexem Vitium cordis (Borderline-LV, hypoplastischer Aortenbogen, VSD/ASD II) wurde nach Sternotomie mittels Ballondilatation des Aortenbogens und Pulmonalarterien-Banding behandelt. Postoperativ kam es trotz eskalierter Antibiose zu einem CRP-Anstieg bis 377 mg/l und rezidivierenden Septikämien. Klinisch zeigte sich lediglich eine geringe Sekretion an einem Nahtfaden mit Nachweis von Staphylococcus aureus. Die erweiterte Infektfokussuche blieb erfolglos. Bei V. a. Osteomyelitis war eine MRT aufgrund der Drahtcerclage nicht durchführbar; Sonographie und CT wurden als nicht zielführend bewertet. Es erfolgte daher eine FDG-PET/CT zur Ganzkörper-Infektfokussuche. Hier zeigte sich eine reaktive Tracerbelegung der Sternotomienarbe und Drahtcerclagen ohne Hinweis auf einen Infektfokus (Abb. 2) sowie interessante aber in diesem Kontext nicht relevante Nebenbefunde (Abb. 1).

Diskussion

Die FDG-PET/CT ermöglichte den sicheren Ausschluss einer sternalen Osteomyelitis sowie anderer Infektfoci. Unter Berücksichtigung der physiologischen Tracerverteilung im Neonatenalter [1,3] stellt die FDG-PET/CT trotz Strahlenexposition in ausgewählten Fällen eine wegweisende diagnostische Ergänzung dar.

Quellen

1. Agrawal A, Shah S, Gnanasegaran G, et al. PET/CT Normal Variants and Pitfalls in Pediatric Disorders. Semin Nucl Med. 2021;51(6):572-583. doi:10.1053/j.semnuclmed.2021.06.007
2. Pettas, N.S., Apostolopoulos, A.P., Flieger, I. et al. Primary sternal osteomyelitis in a 40 days old infant: a case report and review of the literature. Cases Journal 2, 7504 (2009). doi :10.4076/1757-1626-2-7504
3. Minamimoto R, Abe Y, Kamiya S, et al. Imaging insights of FDG-PET from neonates to infants. Jpn J Radiol. 2025;43(7):1066-1077. doi:10.1007/s11604-025-01763-z

Bilder (JPG, DCM, DICOM)

10:06 - 10:30

Diskussion

Diskussion

Häufige Fragen

Wie kann ich mich zum RÖKO LEIPZIG anmelden?

Alle Informationen zur Anmeldung für den RÖKO LEIPZIG erhalten Sie unter Anmeldung.

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Eine persönliche Anmeldung in Leipzig können Sie ab dem 13.05.2026 vor Ort am Registrierungscounter im Congress Center Leipzig (CCL) vornehmen.

Für teilnahmebegrenzte Kurse (Workshops/MTR-Workshops/MTR-Klinik-Seminare) fallen gesonderte Teilnahmegebühren an. Wir empfehlen, diese frühzeitig mit der Online-Anmeldung zu buchen.

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