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Das ist eine Meldung

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Poster-Session

Strahlenschutz

Strahlenschutz
Mittwoch, 13. Mai 2026 · 11:00 bis 11:50 Uhr
Diese Veranstaltung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Congress Center Leipzig (CCL) statt. Diese Veranstaltung kann nicht über einen Stream sondern nur vor Ort besucht werden.
13
Mai

Mittwoch, 13. Mai 2026

11:00 bis 11:50 Uhr · Raum: e-Poster Bereich  in Kalender übernehmen:   iCal  ·  Google

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
Art
Poster-Session
Thema
Strahlenschutz
Zielgruppe
Andere, Ärzte in Weiterbildung (AiW), Fachärzte, Ingenieure / Naturwiss., Studenten

Zertifizierungen

Der RÖKO LEIPZIG wird im Rahmen einer Kongresszertifizierung durch die Sächsische LÄK bewertet. Bitte beachten Sie die Hinweise unter A bis Z.

Ablauf

11:00 - 11:03

Vortrag (Poster)

Einfluss vertikaler Fehlpositionierung auf Strahlendosis und Bildrauschen in der Photon-Counting CT: Eine Phantomstudie für thorakale und abdominelle Untersuchungen bei Erwachsenen und Kindern

Laura Valentina Klüner (Essen)

weitere Autoren

Johannes Haubold (Essen) / Hannah Peuster (Essen) / Melanie Ebenau (Essen) / Raya Ocker-Serger (Essen) / Luca Salhöfer (Essen) / Lale Umutlu (Essen) / Michael Forsting (Essen) / Marcel Opitz (Essen) / Sebastian Zensen (Essen)

Zielsetzung

Ziel dieser experimentellen Studie war es, den Einfluss vertikaler Fehlpositionierung auf Strahlendosis und Bildrauschen in der Photon-Counting CT (PCCT) unter Berücksichtigung unterschiedlicher Körpergrößen und Scanregionen (Thorax, Abdomen) bei Erwachsenen und Kindern systematisch zu quantifizieren.

Material und Methoden

Drei anthropomorphe Phantome (Erwachsener, 10- und 5-jährig) wurden an einem klinischen PCCT-System (NAEOTOM Alpha, Siemens Healthineers) untersucht. Scans erfolgten bei verschiedenen vertikalen Abständen vom Isozentrum, jeweils näher zur Röntgenröhre („unterhalb“) oder näher zum Detektor („oberhalb“). Für jede Position wurden der volumenbezogene Dosisindex (CTDIvol), organspezifische Strahlendosen (Monte-Carlo-basiert) sowie das Bildrauschen in Lungen-, Weichteil- und Knochenregionen bestimmt.

Ergebnisse

Vertikale Abweichungen führten zu deutlichen Dosisänderungen, während das Bildrauschen nur gering und uneinheitlich beeinflusst wurde. Eine lineare Beziehung zwischen Abstand und CTDIvol wurde festgestellt (mittleres R² = 0,85 [0.76-0.97]). Positionierungen näher an der Röntgenröhre (−4cm) erhöhten die Dosis um bis zu 16 % bei Erwachsenen und 17 % bei Kinderphantomen; größere Körpergeometrien zeigten dabei steilere Anstiege. Eine Positionierung näher am Detektor (+4cm) reduzierte die Dosis um bis zu 11 %. Die Variation des Bildrauschens war geringer korreliert (R² = 0,24 [0.07-0.54]) und ohne konsistente Richtungstendenz. Im Vergleich zur Nullposition schwankte das Bildrauschen bei Offsets im Thorax um bis zu +60 %/−30 % und im Abdomen um bis zu +77 %/−12 %.

Schlussfolgerungen

Vertikale Fehlpositionierung beeinflusst die Strahlendosis in der PCCT signifikant, insbesondere bei näherer Lage zur Röntgenröhre und höheren Bildqualitätsstufen. Der Effekt fällt jedoch geringer aus als bei konventionellen CT-Systemen. Präzise Zentrierung bleibt entscheidend, um unnötige Strahlenexposition zu vermeiden und eine konsistente Bildqualität sicherzustellen.
11:03 - 11:06

Vortrag (Poster)

Abschätzung des erweiterten Strahlenschutzbedarfs der Brust anhand von Dosis-Messungen an zwei Angiographiegeräten

Johanna Grigo (Nürnberg)

weitere Autoren

Kay Stoltmann (90419 Nürnberg) / Caroline Eckrich (90419 Nürnberg) / Michael Hauer (90419 Nürnberg) / Bernd Möhner (90419 Nürnberg) / Josefin Ammon (90419 Nürnberg)

Zielsetzung

Insbesondere im Brustbereich weisen Strahlenschutzmittel des Personals häufig eine suboptimale Schutzwirkung auf, was auf interindividuelle anatomische Variationen zurückzuführen ist. Ziel dieser Studie ist es, anhand von Dosismessungen den Schutzbedarf der Brust zu bewerten und Empfehlungen für eine optimierte Schutzausrüstung abzuleiten.

Material und Methoden

Zur Erfassung der organspezifischen Strahlenexposition im Brustbereich wurden elektronische Personendosimeter am ungeschützten Oberarm getragen. Die Positionierung an der Schulter ermöglichte eine Abschätzung der potenziellen Dosisbelastung der Brustdrüsen bei suboptimaler Strahlenschutzkleidung. 160 Messungen erfolgten über sechs Wochen mit zwei Berufsgruppen an zwei baugleichen Röntgenanlagen (A u. B). Während des Zeitraums war an Anlage A die fest installierte Bleiglasscheibe defekt und wurde durch eine mobile Bleiglaswand ersetzt. Die Untersuchungen wurden in fünf Untersuchungsarten gegliedert: Becken Bein Arteriographie (BBA), Perkutane transluminare Angioplastie (PTA) Shunt, PTA Becken, PTA Oberschenkel-Knie, PTA Unterschenkel-Fuß.

Ergebnisse

Die höchste mittlere Personendosis wurde bei PTA Becken gemessen (Mittelwert ± Standardabweichung 14,6 ± 21,4 µSv), gefolgt von PTA Shunt 2,3 ± 3,2 µSv; BBA 0,9 ± 1,2 µSv; PTA Oberschenkel-Knie 1,8 ± 2,0 µSv; PTA Unterschenkel-Fuß 0,8 ± 1,1 µSv. Die hochgerechneten Jahresdosiswerte der MFA sind mit 2086 µSv deutlich geringer als für ÄrztInnen 11689 µSv, wobei es auch Untersuchungsarten mit ähnlicher Exposition gab. Die Auswertung (Anlage A vs. B) zeigt einen signifikanten Einfluss der Bleiglasscheibe auf die Messergebnisse (p = 0,04, T-Test), da die mobile Variante weniger zuverlässig positionierbar als die deckengehängte Lösung war.

Schlussfolgerungen

Ein zusätzlicher Brustschutz je nach individueller Anatomie und Position kann sinnvoll sein, um die Strahlenexposition wirksam zu reduzieren. Auch die bauliche Ausgestaltung des Strahlenschutzes hat einen erheblichen Einfluss auf die Exposition.
11:06 - 11:09

Vortrag (Poster)

Erstellung von gewichtsabhängigen internen DRWs beim pädiatrischen mobilen Röntgen in der Neonatologie und Kinderintensivstation

Maria Kosta (Ulm)

weitere Autoren

Andreas Michael Wagner (Ulm) / Arthur Peter Wunderlich (Ulm) / Matthias Cornelius Schaal (Ulm) / Stefanie Lorenz (Ulm) / Meinrad Beer (Ulm)

Zielsetzung

Es mangelt an nationalen DRWs für pädiatrische Röntgenaufnahmen in der Neonatologie. Ziel unserer Arbeit war die Erstellung von internen DRWs am mobilen Röntgen auf der Kinderintensivstation zur Optimierung der Strahlenexposition. Fokus wurde auf Neu- und Frühgeborene mit Körpergewicht <3kg gelegt.

Material und Methoden

Auf der Kinderintensivstation wird geröntgt mit festen Belichtungswerten, Zusatzfilterung ohne Streustrahlenraster. Das Dosisflächenprodukt (DFP) sowie die Belichtungsparameter der häufigsten Untersuchungen wurden im Dosismanagementsystem (DMS) systematisch analysiert. KV und mAs wurden angepasst unter Berücksichtigung der Bildqualität für die angeforderten Fragestellungen. Die Gewichtsklassen unserer Protokolle orientieren sich an denen des BfS und wurden ergänzt für Kinder <500g/500-999g/1-1,5kg/1,5-2kg/2-3kg. Die optimierten Protokolle wurden im täglichen Patientenbetrieb etabliert. Das DFP von ca. 4000 pädiatrischen Röntgenaufnahmen der letzten 2 Jahre wurde im DMS erfasst und analysiert. Auf Basis der Verteilung des DFP für die häufigsten Untersuchungen (Thorax und Babygramm) wurden interne DRWs erstellt. Zur Überwachung der laufenden Untersuchungen wurden Warnschwellen im DMS eingestellt basierend auf den internen DRWs.

Ergebnisse

Die Verteilung der Häufigkeit der Untersuchungen betrug im Zeitintervall: Röntgen Thorax 2287, Babygramm 544 (76% und 18% der Aufnahmen von Kindern bis 3kg). Typische Dosisstufen wurden errechnet, wie der Median und die 75. Perzentile. Die Variabilität der Dosiswerte wurde beurteilt anhand des Interquartilsabstandes. Die 75. Perzentilen für Thorax Aufnahmen betragen jeweils 0,02/0,06/0,09/0,12/0,20 cGy∙cm2 und für Babygramm 0,09/0,17/0,28/0,43/0,65 cGy∙cm2 für die oben erwähnten Gewichtsstufen.

Schlussfolgerungen

Die Voreinstellung der gewichtsadaptierten Belichtungsparameter an den Geräten erleichtert die tägliche Arbeit und trägt zur Vermeidung von Fehlbelichtungen bei. Die Erstellung von internen Referenzwerten dient dem Strahlenschutz unserer kleinsten Patienten.
11:09 - 11:12

Vortrag (Poster)

How low can we go? Systematische Analyse der Strahlendosisreduktion in der Ultra-hochauflösenden, Deep-Learning-unterstützten CT des Felsenbeins an Körperspendern

Lavinia Alma Brockstedt

Zielsetzung

Aufgrund der komplexen knöchernen Anatomie und der feinen Mikrostrukturen des Felsenbeins ist in der CT-Bildgebung eine hohe räumliche Auflösung und Bildqualität notwendig. Ziel dieser Studie war es, die Bildqualität von ultra-hochauflösenden CT-Scans des Felsenbeins bei verschiedenen Strahlendosen und Rekonstruktionsverfahren systematisch zu vergleichen.

Material und Methoden

In dieser monozentrischen Studie wurde das Felsenbein von 10 Körperspendern mit einem ultra-hochauflösendem-CT (Canon Aquilion Precision CT) in 21 Dosisstufen (CTDIvol: 1–52,8 mGy) untersucht. Die Bilddaten wurden mit einem hybrid-iterativen (HIR: AIDR FC81) Algorithmus in unterschiedlicher Matrix (512², 1024² und 2048²) sowie einem deep-learning-basierten Algorithmus (DLR: AiCE inner ear, 1024²) seitengetrennt rekonstruiert. Zur objektiven Bewertung der Bildqualität wurden das Bildrauschen, das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) und das Kontrast-Rausch-Verhältnis (CNR) quantifiziert. Die subjektive Bildqualität wurde unabhängig und verblindet von drei erfahrenen Radiologen anhand einer standardisierten 5-Likert-Skala beurteilt.

Ergebnisse

Im Vergleich zu unserem klinischen Standard (CTDIvol: 102 mGy) konnte mit AiCE die Strahlendosis bei Erhalt der diagnostischen Sicherheit signifikant reduziert werden. AiCE ermöglicht eine signifikante Reduktion des Bildrauschens und Artefakte bei signifikant erhöhten SNR- und CNR-Werten gegenüber HIR auch unabhängig von der zugrundeliegenden Bildmatrix.

Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse zeigen, dass AiCE nicht nur zur einer signifikante Verbesserung der Bildqualität, sondern auch eine signifikante Strahlendosisreduktion ermöglicht. Die Untersuchung ist die erste, systematische Analyse am UHR-Volumen-CT des Felsenbeins mit dem Ziel, den niedrigstmöglichen Dosiswert bei erhaltener diagnostischer Aussagekraft zu bestimmen.
11:12 - 11:15

Vortrag (Poster)

Machbarkeitsstudie Nationales Dosisregister - Teil I: Organisatorische Aspekte

Mathias Lukas (Leipzig)

weitere Autoren

Martin Schöbel (Leipzig) / Christa Diemers (Leipzig) / Timm Denecke (Leipzig)

Zielsetzung

Im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) wurden die organisatorischen Voraussetzungen für die Errichtung eines nationalen Dosisregisters untersucht. Ziel war die Evaluation der bestehenden Melde- und Auswertungsstrukturen sowie die Bewertung des Nutzens einer bundesweiten, standardisierten Erfassung medizinischer Strahlenexpositionen.

Material und Methoden

Untersucht wurden die Zuständigkeiten und Datenflüsse zwischen Gesundheitseinrichtungen, Ärztlichen Stellen, Landesbehörden und dem BfS sowie die Verfahren zur Ermittlung der diagnostischen Referenzwerte (DRW) und der Bevölkerungsdosis gemäß § 125 StrlSchV. Ergänzend erfolgte ein Vergleich mit internationalen Register- und Meldekonzepten.

Ergebnisse

Bislang existiert in Deutschland kein zentrales Register zur Erfassung medizinischer Strahlenexpositionen. Die Abschätzung der Bevölkerungsdosis erfolgt überwiegend indirekt auf Grundlage von Abrechnungsstatistiken der Krankenkassen. Die Datenerhebung zur Bestimmung der DRW erfolgt stichprobenartig, dezentral und heterogen über die Ärztlichen Stellen. Die dabei erfassten Primärdaten sind durch unterschiedliche Anforderungskriterien der Ärztlichen Stellen vorselektiert, auf Minimaldatensätze reduziert und entlang der Meldestrecke teilweise mehrfach manuell transkribiert. Dadurch variieren Datenqualität, Vollständigkeit und Repräsentativität je nach Region, Einrichtung, Modalität und Untersuchungsart erheblich. Ein nationales Dosisregister könnte diese Defizite beheben, indem es eine kontinuierliche, standardisierte und unverzerrte Erfassung medizinischer Expositionsdaten ermöglicht. Ergänzend könnten anonymisierte Registerdaten einen wertvollen Beitrag zu Forschung, Qualitätssicherung und Public-Health-Monitoring leisten.

Schlussfolgerungen

Ein nationales Dosisregister würde die Aufgaben des BfS wesentlich erleichtern. Es könnte zugleich eine verlässliche, datenschutzkonforme Grundlage für Forschung und Qualitätssicherung schaffen und den Strahlenschutz in Deutschland effizienter und evidenzbasierter gestalten.
11:15 - 11:18

Vortrag (Poster)

Machbarkeitsstudie Nationales Dosisregister - Teil II: Regulatorische Aspekte

Mathias Lukas (Leipzig)

weitere Autoren

Martin Schöbel (Leipzig) / Christa Diemers (Leipzig) / Timm Denecke (Leipzig)

Zielsetzung

Im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) wurden die regulatorischen Voraussetzungen für die Errichtung eines nationalen Dosisregisters untersucht. Ziel war die Schaffung einer rechtssicheren Basis für eine bundesweite, standardisierte Erfassung medizinischer Strahlenexpositionen, welche Strahlenschutz, Qualitätsmanagement und Forschung gleichermaßen ermöglicht.

Material und Methoden

Untersucht wurden nationale und europäische Rechtsgrundlagen (StrlSchG, StrlSchV, DSGVO, BDSG, GDNG, RL 2013/59/Euratom) sowie internationale Registermodelle. Bewertet wurden potentielle Zweckrichtungen eines nationalen Dosisregisters: (1) Erfüllung amtlicher Aufgaben des BfS nach § 125 StrlSchV, (2) Qualitätssicherung und Dosisoptimierung im Gesundheitswesen, (3) Wissenschaftliche Forschung. Für jede Zweckrichtung wurden datenschutzrechtliche Pfade, Verantwortlichkeiten und Optionen der Datenverarbeitung untersucht.

Ergebnisse

Ein nationales Dosisregister ließe sich auf bestehende Rechtsrahmen aufbauen. (1) Für amtliche Aufgaben kann die Datenverarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 lit. c und e sowie Art. 9 Abs. 2 lit. g und i DSGVO gestützt werden. (2) Für Qualitätssicherung ist die Datenverarbeitung gemäß § 6 GDNG innerhalb öffentlich geförderter Zusammenschlüsse oder mit Patienteneinwilligung denkbar. (3) Für Forschung ist Art. 9 Abs. 2 lit. j DSGVO in Verbindung mit § 27 BDSG einschlägig. Eine gemeinsame Verantwortlichkeit zwischen BfS und teilnehmenden Einrichtungen nach Art. 26 DSGVO ist unter Berücksichtigung technischer und organisatorischer Maßnahmen nach § 22 Abs. 2 BDSG möglich, sofern Identitäts- und Inhaltsdaten durch einen Datentreuhänder getrennt werden. Das geplante Registergesetz könnte künftig einen einheitlichen Rechtsrahmen schaffen, wurde jedoch wegen seines frühen Entwurfsstands noch nicht berücksichtigt.

Schlussfolgerungen

Ein nationales Dosisregister ist rechtlich realisierbar, wenn unterschiedliche Zweckbindungen klar abgegrenzt und datenschutzrechtlich legitimiert werden.
11:18 - 11:21

Vortrag (Poster)

Machbarkeitsstudie Nationales Dosisregister - Teil III: Statistische Aspekte

Mathias Lukas (Leipzig)

weitere Autoren

Martin Schöbel (Leipzig) / Christa Diemers (Leipzig) / Timm Denecke (Leipzig)

Zielsetzung

Im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) wurden die statistischen Voraussetzungen für die Errichtung eines nationalen Dosisregisters untersucht. Ziel war die Sicherung der Datenqualität und Repräsentativität für eine bundesweite, standardisierte Erfassung medizinischer Strahlenexpositionen.

Material und Methoden

Untersucht wurden Struktur- und Leistungsdaten aller Fachrichtungen auf Basis einer strukturierten Onlinebefragung von mehr als 2.500 Gesundheitseinrichtungen zu strahlenmedizinischem Untersuchungsspektrum, Leistungsvolumen und Versorgungsniveau. Ausgewertet wurde zudem, in welchem Umfang Expositionsdaten strukturiert und automatisiert - etwa über Dosismanagementsysteme (DMS) - für eine Registeranbindung verfügbar sind.

Ergebnisse

Erste Auswertungen zeigen, dass insbesondere für Hochdosismodalitäten (CT, XA) nahezu alle klinischen Einrichtungen verlässliche Expositionsdaten über DMS bereitstellen können. Im niedergelassenen Bereich, bei radiologiefernen Fachrichtungen (Nuklearmedizin, Zahnmedizin, Orthopädie, ...) sowie bei Niedrigdosisverfahren (DX, MG, BMD, ...) ist die Datenverfügbarkeit hingegen deutlich, teils erheblich, eingeschränkt. Viele dieser Einrichtungen verfügen bislang über kein DMS oder nutzen proprietäre Systeme ohne standardisierte Exportschnittstellen. Nach Adjustierung für Dosisrelevanz relativiert sich dieser Effekt teilweise, indikationsbezogen jedoch nicht. Dadurch könnte, anders als bei Stichprobendaten der Ärztlichen Stellen, eine Unterrepräsentation kleinerer Einrichtungen und spezieller Indikationen in der Datengrundlage entstehen, sofern ausschließlich auf DMS zurückgegriffen wird.

Schlussfolgerungen

Ein nationales Dosisregister dürfte nach vorläufigen Erkenntnissen insbesondere für klinische Einrichtungen repräsentativ realisierbar sein. Zur Gewährleistung einer belastbaren Datenbasis auch für unterrepräsentierte Indikationen sollten gezielte Einbindungs- und Motivationsmaßnahmen, die Förderung und Unterstützung der DMS-Einführung oder alternative Datenwege erwogen werden.
11:21 - 11:24

Vortrag (Poster)

Machbarkeitsstudie Nationales Dosisregister - Teil IV: Technische Aspekte

Mathias Lukas (Leipzig)

weitere Autoren

Martin Schöbel (Leipzig) / Christa Diemers (Leipzig) / Timm Denecke (Leipzig)

Zielsetzung

Im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) wurden die technischen Voraussetzungen für die Errichtung eines nationalen Dosisregisters untersucht. Ziel war die Identifikation praktikabler Datenflüsse, Schnittstellen und Systemanforderungen für eine bundesweite, standardisierte Erfassung medizinischer Strahlenexpositionen.

Material und Methoden

Untersucht wurden bestehende IT-Strukturen in Gesundheitseinrichtungen, insbesondere der Implementierungsstand von Dosismanagementsystemen (DMS). Ergänzend erfolgten Markt- und Systemrecherchen sowie strukturierte Onlinebefragungen von 16 DMS-Herstellern und über 2.500 Gesundheitseinrichtungen aller Fachrichtungen und Versorgungsstufen. Auf dieser Basis wurden Vorschläge für eine praktikable und datenschutzkonforme Datenstrecke hin zu einem Dosiszentralregister konzipiert.

Ergebnisse

Erste Auswertungen zeigen, dass DMS in nahezu allen klinischen Einrichtungen etabliert, im niedergelassenen Bereich jedoch weniger verbreitet sind. Die Expositionsparameter werden bei DMS überwiegend standardisiert per DICOM RDSR erfasst und teils durch HL7 ergänzt. Die Betreiberumfrage ergab Unterschiede bei Anbindung, Datenqualität, Datenhaltedauer und Zugriffskonzepten abhängig von Fachrichtung und Modalität. Die Herstellerumfrage zeigte fehlende Standardisierung, insbesondere bei Export- und Pseudonymisierungsfunktionen, Datenmapping, Identifier-Handling und Verschlüsselung. Eine einheitliche Datenstrecke könnte u.a. über ein zentrales Gateway realisiert werden, das Expositionsdaten automatisiert empfängt, validiert, pseudonymisiert und treuhänderisch an das Register überträgt. Schlüsselanforderungen sind Interoperabilität, standardisierte Metadaten, sichere Authentifizierung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und revisionssichere Protokollierung.

Schlussfolgerungen

Ein nationales Dosisregister ist technisch realisierbar, sofern verbindliche Schnittstellenstandards etabliert, eine zentrale Kommunikationsarchitektur geschaffen und einheitliche Datenschutzmechanismen abgestimmt werden.
11:24 - 11:50

Diskussion

Diskussion

Häufige Fragen

Wie kann ich mich zum RÖKO LEIPZIG anmelden?

Alle Informationen zur Anmeldung für den RÖKO LEIPZIG erhalten Sie unter Anmeldung.

Um einen zügigen Zugang zum Kongress zu erhalten, empfehlen wir allen, die digitale Anmeldung im Vorfeld zu nutzen.

Eine persönliche Anmeldung in Leipzig können Sie ab dem 13.05.2026 vor Ort am Registrierungscounter im Congress Center Leipzig (CCL) vornehmen.

Für teilnahmebegrenzte Kurse (Workshops/MTR-Workshops/MTR-Klinik-Seminare) fallen gesonderte Teilnahmegebühren an. Wir empfehlen, diese frühzeitig mit der Online-Anmeldung zu buchen.

Wie stelle ich mein persönliches Kongressprogramm zusammen?

Um Ihnen die persönliche Kongressplanung im Rahmen des RÖKO LEIPZIG so einfach wie möglich zu machen, haben wir für Sie die Vormerken-Funktion eingeführt, mit deren Hilfe Sie Ihr persönliches Kongressprogramm zusammenstellen und jederzeit online darauf zugreifen können.

Informationen zum Vormerken finden Sie auf der Seite "So gestalten Sie Ihr persönliches Programm für den RÖKO LEIPZIG", Ihr persönliches RÖKO LEIPZIG-Programm finden Sie im Benutzermenü in Listenansicht und als grafische Tagesansicht.

Ich halte einen Vortrag – was muss ich beachten?

Alle wichtigen Informationen rund um Ihren Vortrag beim 107. Deutscher Röntgenkongresses in Leipzig haben wir für Sie demnächst unter "Informationen für Vortragende" zusammengestellt.

Wie erwerbe ich CME-Punkte auf dem RÖKO LEIPZIG?

Der Deutsche Röntgenkongress wird von der Sächsischen Landesärztekammer (LÄK) zertifiziert.

Bitte beachten Sie: Sollten Sie als Fachärztin oder Facharzt Fortbildungspunkte erwerben, erfolgt die Übermittlung der gesammelten CME-Punkte nach dem RÖKO LEIPZIG automatisch an Ihre Ärztekammer. Voraussetzung hierfür ist, dass Ihre EFN im Registrierungssystem hinterlegt ist.

Für die Erfassung ist das Scannen des QR-Codes auf Ihrem Kongressausweis sowie des QR-Codes der besuchten Sitzungen erforderlich. Hierfür benutzen Sie den Scannerfunktion Ihres mobilen Endgerätes.

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Falls keine EFN-Nummer hinterlegt ist, können Sie diese in dem Modul „Mein Account“ im Registrierungssystem ergänzen oder uns per E-Mail an registrierung-roeko@kukm.de mitteilen.

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